Was macht dir Angst?

Ich frage mich manchmal, warum wir so viel über das Verändern nachdenken und so wenig über die Realität danach. Du liest das jetzt und hast vor Augen was du dir von deinem Leben wünschst und wie genau es aussieht, wenn du das endlich erreicht hast. Aber halt mal kurz an und betrachte dieses Bild. Ist das nicht vielmehr ein Gefühl? Hast du dir wirklich schon einmal vorgestellt, wie dein Leben aussehen würde, wenn du tatsächlich all das durchziehen würdest was du vorhast? Hast du dir die Folgen deines Vorhabens überlegt?

 

Das klingt gerade, als ob ich dir deinen Wunsch nach Veränderung ausreden möchte. Aber genau das möchte ich nicht. Ich möchte dir helfen zu verstehen, warum du dir sehnlichst Veränderung wünschst und dennoch davor zurückschreckst, wenn es zum Greifen nah ist.

 

Du selber hast dir vielleicht schon oft vorgeworfen, dass du einfach zu wenig Selbstdisziplin hast, dass du zu bequem bist, dass es dir nicht wichtig genug ist. Weißt du was ich denke? Du kannst gar nicht den Schritt zur Veränderung gehen, weil du die Folgen nicht kennst. Niemand kann dir sagen, was genau passiert, wenn du endlich abnimmst, wenn du endlich die Weltreise unternimmst, wenn du endlich anfängst dich auf Freundschaften einzulassen, wenn du endlich raus in die Welt gehst…

 

Du gehst den Schritt zur Veränderung nicht, weil Du die Folgen nicht kennst.

 

Du weißt nur, was du kennst. Und du weißt, was passiert, wenn du deine Entscheidung wieder aufschiebst. Deswegen hast du keine Angst davor. Vielleicht davor, es nie zu schaffen, aber du hast nicht die Angst, die kommt, wenn du deine Füße auf neuen Boden setzt.

 

Wie ich auch schon in „Warum DU dich nicht verändern kannst“ geschrieben habe, ist unser Gehirn darauf programmiert, uns möglichst sicher und bequem zu halten. Das heißt, wenn du dir etwas Neues vornimmst, schaltet dein Gehirn automatisch die Warnung-an-alle-der-hat-wieder-eine-Idee-Taste ein. Diese Taste verhindert, dass du dich wirklich mit deiner Idee, deinem Wunsch auseinandersetzt. Und so bleibt es beim wagen Sehnen nach einem unerfüllten Zustand, bei der Enttäuschung nach dem Scheitern und beim Verharren darin, was du eigentlich gar nicht willst.

 

Deswegen frage ich dich jetzt: wovor genau hast du Angst? Und ich hoffe, dass du das kleine Wort genau nicht überlesen hast. Was wird passierten, wenn du tatsächlich deine Entscheidung durchziehst, wenn du plötzlich die Veränderung hast, die du immer wolltest? Ich glaube, was dich am meisten daran hindert, dich wirklich zu verändern, ist die Angst davor, dass du dich hinterher genauso fühlst wie jetzt.

 

Was ich eigentlich mit diesen Worten hoffe, ist, dass du hinterfragst, warum du dich verändern möchtest. Wohin du dich verändern möchtest. Ich glaube, dass es jedem von uns bei einem Wunsch nach Veränderung im Ursprung darum geht, glücklicher zu sein. Und obwohl wir nicht wirklich darüber nachdenken, tragen wir in uns die Angst, dass nach der Veränderung alles noch Schlimmer sein könnte. Und es verändert sich …. nichts.

 

Dich hindert die Angst, dass sich nach deiner Entscheidung nichts verändert.

 

Deshalb sei mutig, denke einmal quer. Ist das, was du dir wünschst, wirklich das, was Du brauchst? Was brauchst du wirklich? Und überlege vor allem, warum deine Wünsche entstanden sind. Ich gehe in „7 Dinge, die dich an Veränderung hindern“ noch näher auf dieses Thema ein. Aber ich möchte dir hier sagen, dass deine Angst vor Veränderung den Ursprung darin haben kann, dass du die Folgen nicht kennst.

 

Deswegen meine liebe Leserin und mein lieber Leser – THINK ABOUT IT!

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