Wie Zucker dich abhängig macht und woran du es merkst.

erdbeere

Ich liebe Süßes. Und ich glaube, du auch. Was ich aber weniger mag, ist es, nicht frei denken und entscheiden zu können. Was hat das mit Zucker zu tun? Lies hier, warum unsere Nahrung inzwischen aus Zuckerbomben besteht, obwohl es auch gesundes Süßes gibt. Was macht das mit deinem Körper? Und vor allem: was macht das mit deinen Entscheidungen?


 

Zucker macht abhängig? Stell dir vor, du hättest die Wahl zwischen einer Joghurette und einer Erdbeere. Ich muss ehrlich zugeben, ich würde einfach beides essen. Aber darum geht es hier nicht. Es geht darum zu verstehen, warum es so etwas wie eine Joghurette überhaupt gibt. Man muss sich klarmachen: es gibt Erdbeeren, sie schmecken und sie sind gesund. Warum gibt es dann Nachahmungen, die nicht gesund sind, dem Körper sogar schaden und trotzdem häufiger gekauft werden als das Original?

 

Guter Zucker. Schlechter Zucker.

Der Grund dafür nennt sich Zucker. Zucker ist an sich nicht schlecht. Schließlich besteht ein Großteil unserer Nahrung aus Zucker und unser Körper könnte ohne ihn nicht leben. Jawoll denkst du dir und greifst zur Tafel Schokolade, aber halt! Ich muss dich enttäuschen: es gibt verschiedene Arten von Zucker. Die schädliche Variante, von der wir hier sprechen, ist der isolierte Zucker, also das, was Nahrungsmitteln beigesetzt wird, um sie süßer zu machen. Das reicht vom allseits bekannten und drogenähnlich aussehenden, schneeweißen Kristallzucker bis hin zum völlig harmlos aussehenden Honig oder dem veganen Äquivalent für Gutmenschen: Agavendicksaft. Aber auch jede Art von isolierten Kohlenhydraten (d.h. Kohlenhydrate, die nicht in ihrer ursprünglichen „Verpackung“ stecken wie z.B. Stärke) sind letztlich reiner Zucker.

Wir halten fest: guter Zucker steckt noch in seiner Verpackung, z.B. die Fructose in einem Apfel, den du ganz essen musst, um an die Fructose zu kommen. Dabei bekommt dein Körper direkt eine Portion anderer lebenswichtiger Vitamine dazu. Schlechter Zucker dagegen kommt ganz einsam daher und liefert dir im schlechtesten Fall wirklich nichts außer Zucker.

 

Schlechter Zucker und dein Körper.

Ich habe dir jetzt erzählt, was schlechter Zucker ist, aber warum ist er eigentlich schlecht? Ich nenne dir hier mal ein paar Folgen von hohem Zuckerkonsum: Blähungen, Durchfall, Hautkrankheiten, Haarausfall, Schlafstörungen… die Liste ließe sich lange fortsetzen, wenn man sich Studien anschaut, die die Auswirkungen von schlechtem Zucker auf den menschlichen Körper untersucht haben. Die Folge von zu viel Zucker ist also im Großen und Ganzen: du siehst richtig schlecht aus und bist zusätzlich noch krank oder auf dem besten Weg dahin. Klingt klasse oder?

Das Prinzip dahinter ist sehr komplex, daher breche ich es auf ein Minimum herunter: der Körper schüttet nach dem Verzehr von Zucker ein Hormon (Insulin) aus, dass die richtige Verteilung im Körper regelt und damit unsere Energie auf einem schön konstanten Level hält.

Wenn wir aber nun reinen Zucker in uns rein schaufeln, überfordern wir unseren Körper komplett, der nicht dafür ausgelegt ist, eine solche Flutwelle von Zucker im Blut abzufangen. Er versucht hektisch dagegen zu halten und schüttet das Hormon Insulin in einer viel zu hohen Konzentration aus. Das führt auf lange Sicht dazu, dass dein Immunsystem immer schwächer wird. Außerdem sackt dein Insulinspiegel genauso schnell wieder richtig tief ab, wie er angestiegen ist und du bekommst wieder Hunger. Also was heißt das? Du musst durch schlechten Zucker andauernd essen und siehst dadurch auch noch richtig mies aus. Herzlichen Glückwunsch!

 

Schlechter Zucker und deine Entscheidungen.

Gut, denkst du, dann esse ich ab jetzt nur noch guten Zucker! Tja, denke ich und überlege mir, warum das dann nicht einfach jeder macht? Ich meine ehrlich, warum nehmen wir etwas zu uns, was unser Aussehen und unsere Gesundheit zerstört? Der Grund hierfür nennt sich Abhängigkeit. Eine Droge ist laut Dr. Google eine „Substanz, die in verschiedenen Weisen konsumiert werden kann, die den Konsumenten in einen euphorischen Zustand versetzt, die eine körperliche und psychische Abhängigkeit erzeugt und langfristig die Gesundheit (…) des Konsumenten zerstört“

Das klingt gefährlich und wir denken direkt an Heroin oder andere böse Sachen, aber nicht an die unschuldigen weißen Verpackungen im Supermarkt. Tatsache ist aber, dass die Beschreibung genauso gut auf schlechten Zucker passt, jedenfalls bei häufigem und hohem Konsum. Und genauso, wie wirklich heftige Abhängigkeiten wie rauchen etc. fast unmöglich durch reine Willenskraft überwunden werden können, kann hoher Zuckerkonsum einfach gestoppt werden. Auf andere Art, aber im Prinzip auch gleich, muss auch hier eine Entwöhnung durch Entzug gemacht werden, um wieder frei entscheiden zu können und nicht fremdgesteuert vor dem Kühlschrank zu stehen.

 

Also, lieber Leser. Du weißt jetzt, was schlechter Zucker ist und was er mit deinem Körper macht. Ich möchte dich dazu ermutigen, deinen persönlichen Zuckerentzug zu planen, um wieder einen freien Kopf zu kriegen!

Aber egal, was du auch tust, nimm dir die Zeit und – THINK ABOUT IT!

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