Vegan. Für Christen. Für Atheisten. Für alle. (Teil 1)


Vegan bedeutet neben der Garantie, dass Oma Erna dich ab jetzt schief anschaut, noch eine ganze Menge mehr. Über kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert, wie über die Rasenmäher, Verzeihung, Veganer. Also: was ist das eigentlich? Wer war der erste Veganer? Und wie kann das gut sein? Lies hier, im ersten Teil der Veganreihe, warum es gut ist mal kurz den Kühlschrank zu zumachen. Und das Gehirn anzumachen.


 

Es gibt drei Dinge, bei denen Du mir ohne viel nachzudenken zustimmen wirst. Sicherlich noch mehr, aber gerade geht´s darum, was du so futterst. Und dabei fallen mir spontan eben nur drei Dinge ein.

Erstens: ich bin ziemlich froh, dass wir Menschen so an uns haben, dass wir essen müssen. Ich liebe Essen, um ehrlich zu sein. Und ich glaube du auch. Punkt eins. Punkt zwei ist, dass ich außerdem auch viel davon halte, mein Leben lang möglichst lange auf meinen eigenen zwei Beinen durchs Leben zu laufen. Gesund. Und ohne mich weit aus dem Fenster zu lehnen, gehe ich mal davon aus, dass es dir genauso geht. Drittens habe ich als Mensch mit zwei Augen im Kopf und ein wenig Gehirnmasse dahinter erkannt, dass da irgendein Zusammenhang zwischen Punkt 1 und Punkt 2 besteht.

Du ahnst, wohin die Reise geht. Aber nicht nur das. Schließlich geht es bei Make It Count, darum, dass du dich für Sachen entscheidest, die auch richtig Sinn machen. Also hat Essen für mich auch nicht nur damit zu tun, was ich esse, sondern was andere essen. Oder ob sie überhaupt was zu beißen haben. Vegan sein, heißt also nicht nur, plötzlich alles wegzulassen und nur noch Gras zu essen. Sondern vor allem erstmal zu denken. Also, lieber Leser, Gehirn an und Kühlschrank zu.

 

Vegan. Woher kommt das?

Packen wir das Ganze mal von vorne an. Wer waren die ersten Veganer und wer hat das erfunden? Du kennst die Antwort genauso gut wie ich. Da ich an die Wahrheit der Bibel glaube, waren die ersten beiden Menschen auf diesem Planeten Veganer. Das heißt, dass die ganzen Tiere um sie herum nicht geschaffen waren, um sie zu essen. Ich stelle an diesem Punkt mal meine erste Behauptung auf. Nämlich, dass sich an der ursprünglichen Bestimmung von Tieren nichts geändert hat.

Es muss also einen Punkt gegeben haben, an dem die Menschen plötzlich angefangen haben, Tiere zu essen. Und wer hätte das gedacht, auch hierfür gibt es eine Erklärung aus der Bibel. Die Sintflut. An alle Atheisten an diesem Punkt: warum ich daran glaube, könnt ihr in meiner Atheismus-Serie nachlesen. Nach dieser Sintflut also wurde es den Menschen erlaubt, Tiere zu essen. Die Erde hatte sich so verändert, dass die Menschen die Tiere als Nahrung brauchten.

Wäre ich also gerade aus der Arche gekommen, hätte auch ich ohne Bedenken eine Kuh verspeist. Leid getan hätte es mir natürlich trotzdem. Das Ding ist nur, dass zwischen dort und heute knapp 6000 Jahre liegen. Auch vor 200 Jahren hätte ich noch kein Problem damit gehabt, ein Hühnchen aus dem Hinterhof zu rupfen. Aber heute wird das Huhn halt nicht mehr aus dem Hinterhof geholt. Und die Kuh kommt nicht mehr von der Wiese. Geschweige denn ihre Milch. Was heißt das also für mich heute?

 

Vegan und christlich im 21. Jahrhundert

Das heißt für mich heute, dass ich mich nicht gleich allen wilden Ernährungstheorien anschließe. Sondern mein Gehirn einschalte. Es gibt da diverse Meinungen darüber, dass Milch generell nicht für Menschen gedacht sei. Das Eier quasi ohne Umwege zu einem Herzinfarkt führen. Und über Fleisch brauchen wir gar nicht zu reden.

Das Ding ist, weder die Milch noch die Eier, noch das Fleisch sind ein Problem. Das Problem liegt schlicht und ergreifend darin, dass die Tiere krank sind. Das ist erstens schlimm, weil wir Menschen versagt haben, uns um diese Lebewesen zu kümmern, die von uns abhängig sind. Und zweitens ist das schlimm, weil kranke Tiere logischerweise auch Menschen krank machen, wenn sie von ihnen essen.

 

Vegan. Was bringt das?

Kommen wir also zurück zu den beiden Punkten vom Anfang. Essen ist wichtig. Gesundheit ist wichtig. Und das hängt beides irgendwie zusammen. Und dazu kommt noch der ethische Teil. Schließlich wollen wir auch eine Entscheidung treffen, die für die Welt um uns herum gut ist.

Du weißt jetzt, dass wir Menschen prinzipiell schon tierische Nahrung brauchen, auch wenn das ursprünglich mal nicht so gedacht war. Das Dilemma ist aber, dass die Tiere inzwischen so schlecht versorgt werden, dass sie nicht mehr als Nahrung dienen können (ich nehme da die Eier von Oma Ernas Hinterhof mal aus – das bleibt diskutabel).

Die gute Nachricht zum Ende dieses Beitrags und das, was ich dir eigentlich schreiben wollte, ist, dass meiner Meinung nach Gott sich richtig gut um uns kümmert. Als Christ bin ich überzeugt, dass er wusste, dass das so kommt. Und da er sich um jeden kleinen Spatz auf dem Feld kümmert, versorgt er auch uns heute mit Nahrung, die uns nicht krank macht. Wir müssen sie nur entdecken. Lies dazu mehr in den nächsten Teilen meiner Vegan-Serie.

 

Heißt das jetzt, dass du panisch alle deine Verwandten darüber informieren musst, dass Fleisch böse ist? Nein, ich wünsche mir einfach, dass du darüber nachdenkst, was du isst. Und warum du das tust. Also, bis zum nächsten Mal nimm dir die Zeit und THINK ABOUT IT!

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