Richtig und falsch? Fehler und das Dilemma der Freiheit. (Teil 2)

Welpe in schwarzweiß

Du bist frei. Aber machst du das, was du willst? Gibt es auch Fehler? Lies hier, wie man Fehler erkennen kann. Warum es gar nicht so einfach ist, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. Und auch, warum das nicht bedeutet, dass es kein richtig und falsch gibt. Fehler. Wir alle machen sie. Die Frage ist also nun: warum tun wir das?


 

Fehler. Seien wir ehrlich. Du und ich, wir sprechen beide nicht gerne über Fehler. Natürlich, die kleinen Fehler, die man macht, die sind kein Problem. Mal eben den frischgebackenen Kuchen auf dem Fußboden verteilt? Das ist ärgerlich, aber Schwamm drüber. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Was ist aber mit den richtigen Fehlern? Und jetzt geht es nicht um ein falsches Wort, lieber Leser, sondern um die Gedanken dahinter. Was ist mit den Fehlern, die die Grenzen meiner Mitmenschen verletzten? Was ist mit Fehlern, die einfach nicht mehr grade zu biegen sind? Und was ist mit Fehlern, die man einfach nicht in den Griff bekommt. Egal wie sehr man sich bemüht?

 

Falsch und richtig. Gibt es Fehler?

Interessant ist, dass wir überhaupt wahrnehmen, wenn etwas falsch ist. Dieser Moralkodex in uns, von dem ich dir hier geschrieben habe, ist einfach nicht kleinzukriegen. Das heißt, wir haben immer die Wahl uns zwischen richtig und falsch zu entscheiden. Das klingt jetzt ein bisschen nach Kindergarten-Schwarz-Weiß-Philosophie. In unserer modernen Welt ist doch alles erlaubt, was niemanden verletzt, oder? Moment. Aber was ist mit dir selber? Und da fängt das schon an, schwierig zu werden.

Nehmen wir also diesen Moralkodex, der sich nicht ändert und seit jeher besteht. Nach diesem Moralkodex gibt es richtig und falsch. Und in vielen Fällen wirst du mir, lieber Leser, da auch ohne Bedenken zustimmen.

 

Stell dir mal einen kleinen Jungen vor…. Einen kleinen jungen, der mit seiner Familie in bescheidenen Verhältnissen wohnt. Ein kleiner Junge, der Hunde liebt. Eines Tages findet dieser kleine Junge also tatsächlich einen verletzten Hund. Er pflegt ihn, füttert ihn und freundet sich mit ihm an. Der Hund fängt an, ihm überall hin zu folgen. Das sieht auch ein Freund des kleinen jungen und er wird neidisch. So neidisch, dass er beschließt, den Hund haben zu wollen. Am nächsten Tag steht also der Vater des neidischen Jungen in dem Haus der Familie und bietet dem Vater des kleinen Jungen eine große Summe Geld für den Hund an, damit die Ausbildung des kleinen Jungen bezahlt werden kann. Gegen den Hund. Und der Vater verkauft den Hund. Und jetzt sag du mir, war das falsch?

Wir und die Fehler. Warum machen wir das?

Um ehrlich zu sein, irgendwelche Psychologen könnten die Geschichte bestimmt besser zerlegen, als ich es hier versuche. Offensichtlich für mich und ich hoffe auch für dich, ist aber, dass der Neid die ganze Geschichte wendet. Ab diesem Punkt wird eine ganze Menge falscher Entscheidungen getroffen. Darüber, ob es richtig und falsch gibt, müssen wir also nicht mehr diskutieren. Natürlich ist es nicht immer so offensichtlich, wie in diesem Beispiel, aber die Ursache ist immer zu finden.

Neid als Ursache von Fehlern? Das klingt fast zu einfach um wahr zu sein. Aber wenn es so einfach ist, dann ist es ja auch nicht schlimm, mal darüber nachzudenken. Was ist eigentlich Neid? Ich will etwas haben, was ich nicht habe. Das ist die Konsequenz. Die Ursache von Neid aber ist Unzufriedenheit. Denkst du ernsthaft, der kleine Junge aus der Erzählung wäre neidisch geworden, wenn er komplett zufrieden gewesen werde? Sind also die Eltern Schuld, weil sie dem Jungen irgendetwas nicht gegeben haben? Der weitere Verlauf zeigt, dass dem definitiv nicht so ist. Woher kommt also diese Unzufriedenheit?

 

Zufrieden oder unzufrieden. Die Basis deiner Entscheidungen.

Es gibt an diesem Punkt zwei Optionen. Die erste ist, die Unzufriedenheit auf Umstände und Personen zu schieben. Oder auf die Hormone. Oder auf das Wetter. Tatsache ist aber, dass dieser komische Moralkodex anscheinend immer gilt, Personen, Umstände und besonders das Wetter aber immer wechseln. Es wäre also höchst unfair, wenn unsere Zufriedenheit tatsächlich davon abhinge. Und daher, lieber Leser, hier ganz schlicht und revolutionär: deine Zufriedenheit hängt von niemanden sonst ab, als von dir.

Und damit auch deine Entscheidungen, deine Träume, deine Pläne. Du hat Fehler gemacht, die dein Leben zurückgeworfen haben? Fehler, die deine Pläne und Ziele durchkreuzt haben? Oder sogar Fehler, die deine Liebsten verletzt haben? Der erste Schritt, um raus aus dieser Fehlerfalle zu kommen, ist, falsch und richtig zu erkennen. Anzuerkennen. Und das wunderbare dabei ist: erst wenn wir das Falsche erkannt haben, fangen wir an, den richtigen Weg klar zu sehen.

Ich wünsche dir also viel Mut, lieber Leser, auch mal zu falschen Entscheidungen zu stehen. Warum das nicht einfach ist und warum uns das manchmal eine Menge kostet, schreibe ich dir im nächsten Teil der Freiheitsserie. Nimm dir bis dahin ein bisschen Zeit und THINK ABOUT IT!!

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