Konsument oder Produzent. Für was entscheidest du dich? (Medienreihe Teil 2)

Zwei Hände mit Wahl zwischen zwei Dingen

Im letzten Beitrag der Medien-Reihe habe ich dir geschrieben, wie Medien dein Denken manipulieren können. Als ich diesen Beitrag verfasst habe, ist mir klargeworden, um welche Grundsatzfrage es eigentlich geht. Es geht um deine Entscheidung hin zu Konsum oder hin zu Produktion. Und diese Frage hängt direkt damit zusammen, wie unabhängig du bist.

Medien lassen uns permanent konsumieren. Überall werden dir Information inklusive Gefühle angeboten und Entscheidungen abgenommen. Du möchtest abnehmen? Das Internet überflutet dich mit einer Fülle an Informationen, wie das am besten geht. Daneben bekommst du durch Erfolgsvideos gleich gratis die Hochgefühle mit dazu und triffst unterbewusst die Entscheidung, dass das genau der richtige Weg für dich ist. Du möchtest deine Finanzen in den Griff bekommen? Kein Problem! Einen Klick entfernt warten diverse Gurus darauf, dir den Trick zu verraten, der ihr Leben verändert hat. Und wenn du das geschafft hast, kannst du dir auch endlich den lang ersehnten Luxusurlaub gönnen. Konsumieren.

 

Konsum als Antwort auf Probleme?

Was uns bei dieser Informationsfülle völlig verloren geht, ist die Fähigkeit, selber Lösungswege für unsere Probleme zu produzieren. Darüber nachzudenken, warum wir uns verändern wollen und die Ursache für unser Problem zu finden. Weder ich, noch einer dieser ganzen Lösungsmenschen aus dem Internet kennen dich so gut, dass die wirkliche Ursache deines Problems ans Licht kommt. Bei deiner Entscheidung solltest du dich also erst einmal fragen, ob du das denn möchtest?

Konsum ist immer eine leichte Antwort auf Probleme. Heute Stress mit den Arbeitskollegen gehabt? Da hilft auf jeden Fall die Lieblingsfernsehserie. Am besten zusammen mit einer Pizza. Heute schon wieder zu lange geschlafen und den halben Tag verbummelt? Der Onlinekurs über Zeitmanagement hilft dir sicher beim nächsten Mal dabei, aufzustehen und dein Leben anzupacken.

 

Ich glaube nicht.

Es ist zwar sehr viel einfacher, die direkten Lösungsvorschläge unseres teilweise ziemlich listigen Gehirns zu befolgen. Aber sei dir sicher, auf lange Sicht macht dich das erstens unzufrieden und zweitens maximal abhängig. Wir verlernen, zu denken, verlernen, uns zu hinterfragen. Wir wählen die Belohnung ohne Anstrengung mit dem Haken der Abhängigkeit. Wie ich dir in Warum Du dich nicht verändern kannst, geschrieben habe, ist unser Gehirn immer darauf bedacht uns zu schützen. Das Problem hierbei ist aber, dass das, was uns auf den ersten Blick guttut, nicht immer das ist, was uns tatsächlich langfristig zufrieden macht.

Die Belohnung ohne Anstrengung mit dem Haken der Abhängigkeit.

Nimm als Beispiel dein Geld (heikles Beispiel, ich weiß – aber umso wichtiger). Und jetzt schau dir mal an, was dir die Medien erzählen. Du musst dein Geld verbraten um glücklich zu sein. Oder die Methode XY anwenden, um es nicht mehr auszugeben. Du musst also Geld ausgeben, um es nicht mehr auszugeben. Sehr logisch. Aber das ist genau das Prinzip, was uns online vermittelt wird: deine Probleme werden durch Konsum gelöst. Hat dir schon einmal irgendjemand geschrieben, dass du einfach dein Internet ausmachen und dein Gehirn anmachen musst, um deine Probleme zu lösen? Natürlich nicht! Denn Medien funktionieren nur, wenn du unzufrieden bist.

Das ist jetzt sehr viel Theorie, aber lass es mich dir einmal ganz deutlich machen. Bei Make It Count geht es darum deine Zeit richtig zu nutzen. In der Medienreihe darum, deine Abhängigkeiten zu erkennen. Du stehst also vor einem Problem, was du in deinem Leben verändern willst. Die Ursache kennst nur du (und Gott – sorry aber so ist es einfach). Die Frage ist jetzt: lässt du dein Problem lösen oder löst du es selber? Bist du Konsument oder Produzent? THINK ABOUT IT!

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