Du bist, was du schaust. Wie Medien dein Denken manipulieren.


Hier geht´s darum, wie du anfangen kannst, zu sehen. Und wie du das durch Medien ganz schnell verlernst. Außerdem geht es um Truthähne und Schwäne. Aber um das zu verstehen, solltest du lieber den Text lesen…


 

Ich möchte dich heute mit einem ganz einfachen Prinzip vertraut machen, das dir vielleicht erst fremd vorkommt, aber beim näheren Hinschauen vieles erklärt. Das Prinzip kommt – wer hätte das geahnt – aus der Bibel. Unser Schöpfer sagt hier zu uns Menschen: durch Anschauen wirst du verändert. Auch wenn du vielleicht nicht an Gott glaubst, lohnt es sich darüber nachzudenken. Bist du wirklich so unabhängig von den Sachen, die dir tagtäglich durch die Medien vor Augen gehalten werden? Sind wir Menschen wirklich in der Lage, Realität und Fiktion zu unterscheiden?

Gleich zu Anfang möchte ich dir sagen, dass es hier nicht mein Ziel ist, das Internet, das Fernsehen und am besten gleich Facebook dazu schlecht zu machen. Es gibt inspirierende Filme mit sehr wichtigen Inhalten, es gibt Informationen, die online zu finden sind und uns wirklich helfen können und es gibt unglaublich viele spannende und bewegende Geschichten auf Facebook. Die Frage ist nur: schaust du dir das auch an? Und wenn Nein, warum nicht? Im Titel dieses Beitrags steht, wie Medien dein Denken MANIPULIEREN. Das bedeutet, ganz im Sinne dieser Challenge, dass du nicht mehr frei entscheiden kannst. Ich möchte dir also hier für ein paar wenige (es gibt noch sehr viel mehr) Muster von Medien die Augen öffnen, die dich manipulieren und davon abhalten, das anzusehen, was du eigentlich brauchst. Das, was dich dahin verändert, wo du hinmöchtest.

 

Face-, Verzeihung: Fassadenbook

Was ist der Sinn von Facebook? Für mich gibt es da eine Lücke zwischen Wunsch und Realität, so groß wie der Unterschied zwischen einem Truthahn und einem Schwan. Nehmen wir auf der einen Seite den Schwan. Egal auf welches Profil ich klicke, ich sehe nur Schwäne. Überall mehr oder weniger perfekt rausgeputzte Schwäne. Schwäne im Urlaub. Schwäne beim Heiraten. Schwäne, Schwäne, Schwäne…. Jetzt frage ich mich, wo sind all die Truthähne hin, die aus dem echten Leben kenne? Wo sind die Misserfolge von Menschen, wo sind ihre Schwächen, wo sind ihre Ängste? Wo ist das echte Leben auf Facebook? Hast du schon einmal unter einem Profilbild anstelle von: „Abschluss an der XY-Universität“ „Studium abgebrochen, weil erkannt, dass es sinnlos war“ gelesen? Ich auch nicht.

Gut, denkst du dir jetzt, das wissen wir alle und sollten deswegen Facebook nicht so ernst nehmen. Dabei vergisst du aber das Prinzip, dass uns Anschauen verändert. Wenn ich mir jeden Tag perfekte Menschen anschaue, verliere ich die Fähigkeit, mit echten Fehlern und Schwächen umzugehen. Wir tragen die Fassade also mit in die Realität.

Was nun, raus aus Facebook? Ich habe da einen anderen Vorschlag. Sei mutig. Sei ehrlich. Fang an, so wie du wirklich bist, auch online zu sein und sonst lass es. Was würde passieren, wenn wir das alle täten? Und noch ein Vorschlag: fang an, dir Seiten anzuschauen, die wirklich was zu sagen haben.

 

Werbung will dich unglücklich sehen.

Dieser Punkt es wichtig, denn es geht hier um die Grundsatzfrage, was du eigentlich brauchst. Dazu schreibe ich dir demnächst mehr. Aber vorab schon einmal: Werbung funktioniert nur, wenn du unzufrieden bist. Es ist so einfach, dass wir es kaum glauben können, denn sind wir nicht alle hochgeistige, intelligente Wesen? Wenn das so wäre, warum kaufen wir dann Sachen, die wir eigentlich nicht brauchen?

Um es mal ganz klar auszudrücken: du arbeitest den ganzen Tag um dir dann Sachen leisten zu können, die du eigentlich gar nicht brauchst. Klingt das hochgeistig oder intelligent? Für mich klingt das eher nach einem Roboter ohne eigene Entscheidungen. Das bedeutet jetzt nicht, dass wir alle dumm sind, aber das wir akzeptieren sollten, dass die Werbung genauso wenig dumm ist. Wir werden den ganzen Tag mit Angeboten konfrontiert, die unser Leben besser machen sollen. Aber jetzt überleg dir mal: ist dein Leben wirklich so schlecht, dass du all das brauchst? Ich glaube, erst wenn wir anfangen, zufrieden zu sein mit dem was wir haben, können wir die Entscheidungen für wirklich wichtige Dinge treffen.

 

Fernsehen und was es überhaupt mit sehen zu tun hat.

Fernsehen ist der wichtigste Punkt dieses Beitrags für dich. Es gibt unzählige, wirklich gute und informative Beiträge über Fernsehen. Die sind um längen besser, als meiner, glaube mir. Aber lass mich dir trotzdem was zum Fernsehen sagen. Es hat vielmehr mit Blindheit als mit Sehen zu tun. Du wurdest mit sechs Sinnen geschaffen. Das Fernsehen reduziert dich auf zwei Sinne. Sehen und hören.

Du wirst hier zu einem Menschen degradiert, der nur konsumieren kann. Neben all den Filmen, die du dir wirklich nicht anschauen solltest, weil sie nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Neben all den Grausamkeiten, die sich Menschen durch Fernsehen aussetzen. Neben all der Zeit, die uns durch das Anschauen von Nebensächlichkeiten verloren geht, Zeit die wir eigentlich viel besser nutzen könnten. Neben allen diesen Dingen geht es letztlich darum zu entscheiden, ob du Produzent oder Konsument sein willst. Konsumierst du Fernsehen um darauf etwas Sinnvolles zu machen? Warum machst du das Ding an? Ich schlage dir also nicht vor, dein Fernsehen aus dem Fenster zu werfen (wenn eine Mülltonne drunter steht vielleicht schon), sondern dich zu entscheiden was du dir anguckst und vor allem warum.

 

Letzten Endes geht es um deine Gedanken. Ich glaube, dass Medien einen viel größeren Einfluss darauf haben, als wir eigentlich bewusst wahrnehmen. Und deswegen gilt es, dich zu hinterfragen. Sei misstrauisch! Bist du die Onlineperson, die du auch im realen Leben bist? Bist du zufrieden mit dem was du hast? Und möchtest du immer nur nehmen oder auch einmal mutig sein und geben? Das ist jetzt eine Menge zum Nachdenken, deswegen wünsche ich dir: Nimm dir die Zeit und – THINK ABOUT IT!

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