Augen auf beim Zuckerkauf. Worauf musst du achten?


Da nimmst du dir fest vor, weniger Zucker zu essen. Und dann gehst du einkaufen. Das kann schon mal schwierig werden. Aber längst nicht so schwer, wie du denkst. Lies hier, wo im Supermarkt die versteckten Schätze lauern. Wo Zucker drin ist, obwohl er eigentlich nichts darin zu suchen hat. Und was es mit diesen ganzen natürlichen Süßungsmitteln auf sich hat.


 

Ich habe dir in Teil 1 geschrieben, dass es hier nicht um Omas Geburtstagskuchen geht. Es geht vielmehr um eine Industrie, die uns wissentlich durch Zucker krankmacht. Ich werde dir also nicht vorschlagen, beim Einkauf einfach keinen Zucker mehr zu kaufen. So schlau ist die Industrie nämlich auch schon und mogelt den Zucker in alle möglichen Produkte mit rein. Und das unter Namen, die eher an den Chemieunterricht erinnern, als an die harmlose Zuckerrübe. Wie sollst du also wissen, welche Produkte du dir guten Gewissens einverleiben darfst und von welchen Produkten du beim Einkauf besser die Finger lässt? Dafür gibt es drei einfache Grundregeln:

 

Fastfood? Du kaufst Fettfood.

Der erste Punkt ist wirklich einfach und ich bin mir fast sicher, dass du das schon weißt. Und weil das so ist, wird es sehr sicher auch wahr sein. Du kommst also nicht drum herum: Fertigprodukte sind (meistens) für die Tonne. Ich liebe Pommes vom Stand mit Curryketchup genauso sehr wie du. Aber seien wir ehrlich: würde ich stattdessen einfach den Pappteller essen, wäre es für meinen Körper wahrscheinlich weniger schädlich.

Zurück zum Prinzip: es geht darum, einen großen Bogen um die Fertigwarenabteilung zu machen und schnurstracks zum Gemüseregal zu laufen. Denn wie sollen die Produzenten Zucker in eine Banane schummeln? Das unmöglich und für uns gut, zu verinnerlichen. 70% des Einkaufs sollten vom Gemüseregal oder Obstregal stammen. Natürlich dauert die Zubereitung deines Essens dann ein bisschen länger, aber hier geht es ja schließlich darum, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Und ich halte die Zeit, die wir für gesundes Essen sprichwörtlich „verbraten“ für sehr gut genutzt, denn es geht um deine Gesundheit.

 

Wo ist Zucker drin und wie erkennst du das beim Kauf?

Wie ich oben schon angesprochen habe, sind die Produzenten nicht sehr nett, was die Deklarierung von Zucker in ihren Lebensmitteln angeht. Kein Wunder, denn ich stelle mal die gewagte Hypothese auf, dass sonst nur Verrückte die Produkte kaufen würden. Nehmen wir z.B. Fruchtzucker. Das klingt sehr harmlos, wird meistens als Fructose deklariert und erinnert mich an einen süßen Apfel. Die Wahrheit ist aber, dass es sich um isolierten, hochkonzentrierten und industriell hergestellten Zucker handelt, der bei hohem Konsum Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Gicht begünstigt. Klingt irgendwie gefährlicher als das harmlose Wort „Fruchtzucker“. Wenn du dich also ganz Ausversehen doch einmal in die Fertigwarenabteilung verirren solltest, dann schau dir mal die Etiketten an. Das sind die häufigsten Bezeichnungen, mit denen Produzenten das böse Wort Zucker tarnen:

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Raffinose
  • Glukose
  • Fruktose
  • Laktose
  • Maltose

Um es dir einfacher zu machen, hier ein einfacher Merksatz: Steht in den Zutaten was wie Hose, ist bei dir ne Schraube lose. Du weißt Bescheid…

Kannst du gesunden Zucker kaufen?

Die Werbung sagt laut und bunt ja, ich sage leise und schlicht Nein. Es gibt die ganzen wunderbaren, grünen, neuen Zuckeralternativen Stevia, Xylit & Co. Sie werden als natürlich, da pflanzlichen Ursprungs, deklariert und enthalten viel weniger Kalorien pro Masse. Klasse, denken wir und greifen zur „grünen“ Cola. Was aber hat es genau auf sich mit diesen Zuckeraustauschstoffen? Tatsache ist, dass es sich dabei nicht mehr um ein natürliches Produkt in seiner ursprünglichen Verpackung handelt. Sondern um ein künstlich gewonnenes Produkt, das mit der eigentlichen Pflanze nichts mehr zu tun hat. So wurde Xylit ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, ist heute aber ein künstlich hergestellter Zuckeralkohol mit der Nebenwirkung Durchfall. Was bedeutet Durchfall? Dein Körper versucht schnell etwas loszuwerden. Kann das gesund sein?

Oder nehmen wir Stevia, die Wunderpflanze, die 300 mal so süß ist wie Zucker, dabei aber Null Kalorien enthält. Das klingt wie ein Märchen. Ist es auch! Denn eigentlich süßt man gar nicht mit Stevia, sondern mit den künstlich daraus gewonnenen Steviolglycosiden, die nur in einer sehr geringen Konzentration für den menschlichen Organismus verträglich sind. Ganz ehrlich? Da nehme ich dann doch lieber den schnöden Rübenzucker. Oder halt nichts.

Die gute Nachricht ist also, es gibt gesunden Zucker. Du musst halt nur die Verpackung mitessen. Das heißt, du kannst Äpfel, Erdbeeren, Mangos, Bananen, Kiwis…essen bis du umfällst. Aber dann wirst du halt nicht umfallen, anders als bei künstlich hergestellten Zuckerbomben. Natürlich gibt es immer wieder Gelegenheiten, bei denen man auch zugreifen darf, wie beim eingangs erwähnten Oma-Geburtstag mit Torte. Aber in deinem Alltag? Da liegt die Entscheidung bei dir.

Wenn jetzt also eine Tafel Schokolade vor dir liegt oder der Weg in den nächsten Supermarkt, dann nimm dir vorher kurz Zeit und – THINK ABOUT IT!!

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